Der Pointer
Der elegante Entdecker
Herkunft und Entwicklung
Herkunft und Entwicklung
Der Pointer gehört zu den englischen Vorstehhunden und wurde über Jahrhunderte gezielt für die Jagd gezüchtet. In seine Entwicklung flossen unter anderem Foxhound, französische Laufhunde und Greyhound ein, wodurch Ausdauer, Schnelligkeit und Eleganz gefördert wurden. Das Windhunderbe ist bis heute deutlich an seiner schlanken, athletischen Statur erkennbar. Durch den Greyhound kam unter anderem auch die Farbe Schwarz in die Rasse.
Ursprünglich wurde der Pointer für die Niederwildjagd eingesetzt. Seine Aufgabe bestand darin, Wild aufzuspüren und dieses durch das typische regungslose Vorstehen anzuzeigen. Diese hochspezialisierte Nutzung hat den Pointer stark geprägt und erklärt sowohl seine körperlichen Fähigkeiten als auch seine ausgeprägte Sensibilität.
Viele der heute im Tierschutz befindlichen Pointer stammen aus der Jagd. Hunde, die nicht (mehr) den Anforderungen entsprechen – etwa aufgrund von Alter, Verletzungen oder fehlender Eignung – werden häufig ausgesetzt oder in Auffangstationen abgegeben. Vernachlässigung und schlechte Haltung gehören daher oft zu ihrer Vorgeschichte. Umso bemerkenswerter ist, dass sich viele Pointer trotz dieser Erfahrungen immer wieder offen auf den Menschen einlassen und enge Bindungen eingehen.
Nutzung und rassetypische Verwendung
Der Pointer ist ein passionierter Vorstehhund mit einem außergewöhnlich feinen Geruchssinn. Bei der Arbeit durchstreift er das Gelände in weiten Schleifen quer zum Wind und nutzt dabei seine hohe Geschwindigkeit und Ausdauer. Nimmt er Witterung auf, verharrt er angespannt und bewegungslos – ein typisches Merkmal dieser Rasse. Anders als viele Jagdhunde verfolgt er das Wild nicht, sondern zeigt es lediglich an.
Diese jagdliche Veranlagung ist tief verankert und sollte bei der Haltung unbedingt berücksichtigt werden. Eine vollständige Unterdrückung des Jagdtriebs ist weder realistisch noch tierschutzgerecht. Stattdessen benötigt der Pointer eine sinnvolle Auslastung, bei der er seine Nase und seinen Kopf einsetzen darf.
Im Alltag zeigt sich der Pointer als sehr sensibler, feinfühliger und intelligenter Hund. Er reagiert stark auf Stimmungen und benötigt eine ruhige, konsequente und faire Führung. Mit klaren Strukturen und Verlässlichkeit entwickelt er sich zu einem ausgeglichenen und angenehmen Begleiter.
Der Pointer ist ein mittelgroßer bis großer Hund mit kurzem, glattem und glänzendem Fell. Hündinnen erreichen etwa 50 cm Schulterhöhe, Rüden meist 55–60 cm. Die Fellfarben reichen von weiß-orange, weiß-leberfarben und weiß-schwarz bis hin zu weiß-zitronenfarben sowie ein- oder dreifarbigen Varianten. Aufgrund des kurzen Fells und der geringen Unterwolle ist der Pointer kälteempfindlich und benötigt besonders im Winter häufig zusätzlichen Schutz.




















Für wen ist ein Pointer der richtige Begleiter?
Der Pointer eignet sich für Menschen, die Geduld, Einfühlungsvermögen und die Bereitschaft mitbringen, sich auf einen sensiblen Hund einzulassen. Struktur, Konsequenz und eine ruhige Führung sind für diese Rasse von zentraler Bedeutung.
Trotz oft belastender Erfahrungen in der Vergangenheit zeigen sich viele Pointer sehr menschenbezogen, loyal und anhänglich. Haben sie Vertrauen gefasst, entwickeln sie eine enge Bindung zu ihren Bezugspersonen. Bei entsprechender Auslastung sind sie im häuslichen Umfeld ruhig, freundlich und unaufdringlich.
Im Sozialverhalten sind Pointer in der Regel gut verträglich mit Artgenossen und eignen sich häufig auch für Mehrhundehaushalte. Mit Rücksicht auf den Jagdtrieb können sie sich bei passenden Rahmenbedingungen zu sensiblen, zuverlässigen und liebevollen Familienhunden entwickeln.