Fuerteventura | ![]() | OKAPI |
Am 08. November 1996 mit insgesamt 25 Tierschützern der Tier- und Naturschutzverein OKAPI gegründet.
Voraus gegangen war das Engagement drei auf der Insel lebender junger Menschen (Saskia, Laura und Rolf), die sich fast täglich trafen, um den angeketteten und von ihren Besitzern anscheinend vergessenen Jagdhunden, Wasser und Futter zu bringen. Auch versuchten sie mit Streicheleinheiten, lieben Worten und dem Bau von Schutzhütten und Dächern, die trostlosen Lebensbedingungen der armen Tiere wenigstens ein wenig zu verbessern.
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Nach einigen Monaten kristallisierte sich heraus, dass diese Arbeit zwar nicht sinnlos, aber dennoch in diesem kleinen Rahmen nur ein "Tropfen auf dem heißen Stein" sein würde. Auch nach Gesprächen mit einer ortsansässigen Tierärztin, die sich zeitgleich bei der Gemeinde für einen Tierheimbau einsetzte, stand schnell fest, dass ein Tierschutzverein gegründet werden muß, um möglichst mehr Einfluss nehmen zu können und auch der ganzen Idee und dem Engagement eine organisierte Richtung zu geben.
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Im Herbst/Winter 1997 übernahm OKAPI die einstige Tötung- und Auffangstation der Inselhauptstadt Puerto del Rosario. Als erstes wurde ein Tötungsstopp erwirkt und zusammen mit der Tierhilfe Fuerteventura e.V. konnte bei der Gemeinde ein Umbau des als ebenfalls städtischen Bauhofs eingesetzten Geländes durchgesetzt werden.
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Im Frühjahr 1998 war die neue Perrera fertig erbaut, mit geräumigen Zwingern und einem größeren Sandauflauf in der Mitte. Ein Ärzteraum wurde ebenfalls gleich mitgebaut und ermöglichte zumindest das Verabreichen von Medikamente, Impfen, Chippen und Fäden ziehen.
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Ein kompletter Umzug erfolgte Ende September 2003 in die neu erbaute Pererra schräg gegenüber der alten. Das Grundstück, auf dem sich die "alte" Pererra befand, wurde von der Gemeinde verkauft und da pro Gemeinde eine Perrera vorgeschrieben ist, wurde über den Zeitraum von über einem Jahr eine neue errichtet.


Obwohl die ersten gravierenden Mängel direkt sichtbar waren und die tägliche Arbeit enorm erschwerten (undichtes Dach, Bodenbelag in den Zwingern blättert ab und verstopft die Abflüsse, kein Gefälle, so dass das Wasser nicht in Richtung Gulli fließt etc.) gibt es nun mehrere Lagerräume, einen Büroraum, Arztraum, Waschraum, WC und Dusche und eine Garage.
Allerdings stehen leider ständige Reparaturen an!
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Neben der Versorgung der Hunde in der Perrera stehen aber noch weitere Aktivitäten auf dem Plan:
Kontrollfahrten, Flughafenfahrten, Fahrten zum Tierarzt, Besorgungen verschiedenster Art.
Regelmäßige Fahrten zu den Perreras in La Pared und La Oliva (s. Fotos), um einige der dort vorhandenen Hunde mitzunehmen, bei denen die 21-Tage-Frist abegelaufen ist und die Einschläferung unmittelbar bevor steht. Dies geht allerdings nur, sofern unsere Aufnahmekapazitäten die Unterbringung und Versorgung weiterer Hunde zulassen.
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Ohne Decken, ohne Hütte, lediglich auf nacktem Beton müssen die Hunde auf ihre Rettung oder "Hinrichtung" warten. Auslauf bekommen sie keinen, auch keine Streicheleinheiten. Mit einem Hochdruckreiniger wird der Boden ihrer Box täglich gereinigt, natürlich sind die Hunde dann ebenfalls in ihren "Boxen". Bis der Boden wieder getrocknet ist, vergehen einige Stunden und sie haben keine Möglichkeit, sich auf ein trockenes Plätzchen zurück zu ziehen. Erkältungen sind da natürlich vorprogrammiert, aber außer den Tieren und uns scheint es ja egal zu sein. Aber: die Arbeiter sind ganz nett und umgänglich und sie lassen auch sehr oft mit sich reden, wenn die Zeit für den einen oder anderen Hund bereits abgelaufen ist, wir aber noch einige Tage brauchen, um sie aufnehmen zu können.
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Öffentlichkeitsarbeit in Form von Fernsehauftritten, Anzeigen in der Lokalpresse, Infostand auf dem Wochenmarkt, monatlicher Trödelmarkt zugunsten der Tiere, Betreuung von Schulklassen bei Besichtigung der Tiere uvm. gehört ebenfalls mit zu den wichtigsten Aktivitäten der OKAPIS vor Ort.
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