Fuerteventura

 

Freilebende Katzen





Zweifelsohne gilt unser Haupt-Engagement den Hunden auf Fuerteventura, aber wir vernachlässigen auch sicherlich nicht die Katzenwelt auf dieser Insel! Während sich bereits vier sehr engagierte Vereine intensiv um die Inselkatzen bemühen, gibt es für Hunde ausschließlich OKAPI vor Ort.

Nachdem wir die ehemalige Katzen-Hobbiton (jetzt Kitz' Katz von Nicola & Werner Arenz) jahrelang in dem für uns möglichen Rahmen finanziell und idiell unterstützt haben, mußten wir unsere Hilfestellung aufgrund  leider rückläufiger Spenden Mitte 2006 einstellen. Allerdings in der Hoffnung, dass dies durch die anderen Vereine zum Wohle der Katzen zusätzlich noch aufgefangen werden kann.

Folgende Projekte zugunsten der Samtpfoten werden allerdings noch nach wie vor von uns realisiert und finanziert:
Seit Ende 1998 führen wir jährlich mindestens vier Kastrationsaktionen, im Wechsel mit Flügen und Unterkunft gesponsert durch die Reiseveranstalter TUI und ITS, durch. Bis Oktober 2006 konnten somit rund 2.500 Katzen/Kater allein durch die THF(Tierhilfe Fuerteventura e.V.) unfruchtbar gemacht werden. Trotz dem teilweisen Sponsoring der Reiseveranstalter fallen pro Aktion für uns Kosten in Höhe von ca. 3.000 EUR aufwärts für Verbrauchsmaterialien, Medikamente, Mietwagen, Telefon, Benzin und evtl. Erneuerung des Equipements aufgrund von Verschleiß oder Defekt an. 


 


Kastrierte Katzen/Kater sind deutlich durch eine Ohrmarkierung zu erkennen. Entweder wird (in Narkose) die Ohrpitze komplett gekappt (Tierhilfe Fuerteventura) oder eingeritzt (Twinkle Trust). Diese Form der Markierung ist nicht nur ein gutes Erkennungszeichen für jeden Tierfreund (im Urlaub), sondern dient in erster Linie zu verhindern, dass ein bereits kastriertes Tier unnötig ein weiteres Mal für diesen Eingriff in Narkose gelegt wird.



Bei unseren Kastrationsaktionen haben wir auch ständig darauf aufmerksam gemacht, dass in Hotel - und Appartementanlagen außerhalb des eigentlichen Gästeaufenthaltes ein Futterplatz für die Katzen eingerichtet werden soll bzw. diesen selber errichtet und die Gäste entsprechend informiert. Dies ist äußerst sinnvoll, denn wenn die Hotelkatzen nicht auf den Terassen, am Restaurant oder am Pool gefüttert werden, sondern ihren eigenen und vor allem festen Futterplatz haben, fühlen sich auch Nicht-Tierliebhaber oder jene, die vielleicht eine Allergie haben, nicht von den Katzen belästigt. Somit gehen auch keine Bsschwerden diesbezüglich bei der Hoteldirektion ein, die sich schlimmstenfalls sonst für die "Entsorgung" der Katzen entscheiden würden.

  


Besonders freuen wir uns über die großartige Unterstützung von dem Ehepaar Lenz, dass wohl jeden Urlaub auf Fuerteventura damit verbringen muß, Material für die Futtersilos zu besorgen und diese zu bauen, denn inzwischen stehen schon eine Menge "handgemachte" Futtersilos in verschiedenen Hotel- und Appartementanlagen. Vielen, vielen Dank!!!


 Selbstverständlich Handarbeit!  Da paßt schon richtig was rein . . .
  
 


Desweiteren unterstützt die THF einige Privatpersonen auf Fuerteventura, die sich rührend um das Befinden und die Versorgung der freilebenden Katzen kümmern und von sich aus an ihre finanziellen Grenzen gestoßen sind. Dies geschieht in Form von Übernahme vereinzelter Tierarztrechnungen für dringend notwendige Behandlungen und indem Katzenfutter zur Verfügung gestellt wird.

Dies spricht sich natürlich auf der Insel herum und wir bedauern sehr, dass wir nicht in der Lage sind, allen Bitten auf Unterstützung nachzukommen, denn die Leidtragenden dabei sind immer die Tiere.


Im Norden von Fuerteventura kümmert sich Karin Schwanfelder von OKAPI ehrenamtlich in ihrer Freizeit nicht nur um die Hunde in der Perrera La Oliva, sondern speziell auch um Katzenwaisen ohne Mutter, die noch mit der Flasche aufgezogen werden müssen oder aber auch um verletzte Tiere und um jene, die nicht mehr in ihrem ursprünglichen Lebensraum geduldet oder einfach zurück gelassen werden. Sie zieht die Babys groß, pflegt die verletzten Katzen gesund und nimmt vereinzelt auch die verlassenen Katzen auf, die normalerweise in einem Haushalt gelebt haben, die Besitzer sie aber nicht mehr haben wollen oder die Insel verlassen und sie nicht mitnehmen können. Diese Katzen werden ausreisefertig gemacht und in Pflegestellen in Deutschland betreut, bis dass sie ein neues Zuhause gefunden haben. Denn eine Vermittlung von Katzen auf Fuerteventura ist mehr als ungewöhnlich und wir möchten weder die Katzenbabys noch ehemalige Wohnungskatzen sich selber überlassen. Und weil Karin anscheinend mit nur sehr wenig Schlaf auskommt *grins*, fängt sie darüberhinaus mehrfach in der Woche noch freilebende Katzen in den Dörfern ein und bringt sie zur Kastration. Auch spricht sie mit Besitzern und überzeugt sie in den meisten Fällen von der Notwendigkeit der Kastration. Die durch Karins Einsatz enstehenden Kosten für Tierarzt, Medikamente, Futter, Zubehör und Benzin übernimmt die THF.